Ausschnitt aus dem Buchcover

WIEDERGELESEN

Im Jahr 1933 veröffentlichte der britische Schriftsteller James Hilton den Roman „Lost Horizon“. Darin beschreibt er die Erlebnisse von vier Menschen in einer abgelegenen tibetischen Region, die er Shangri-La, nannte. Das Werk wurde zum Welterfolg – und das wohlklingende Wort Shangri-La zum Synonym für ein Paradies auf Erden.

DAS GEHEIMNIS DER CHOLMONDELEY LADIES

Es ist ein seltsames Gemälde: Zwei Frauen, die nebeneinander in einem Bett sitzen, jede hält ein in ein rotes Tuch gehülltes Kleinkind in den Armen…

Bild "The Cholmondeley Ladies". Foto: B. Denscher

„LEBENSKÜNSTLER“

Ein Buch über bemerkenswerte Lebenskünstler aus der Tierwelt, verfasst vom Wissenschaftsjournalisten und Sachbuchautor Russ Hodge

DIE VIELFALT DER TIERWELT

Immer schon wollten die Menschen Ordnung in die Vielfalt der Tierwelt bringen, und im Lauf der Zeit führten die Versuche zu systematisieren auch zu einer Vielzahl von bildlichen Darstellungen.

Der sogenannte „Beutelwolf“ oder „Tasmanische Tiger“ zeigt zwar in seiner Körperform und seinem Skelett eine starke Ähnlichkeit mit Hunden und Wölfen, ist jedoch enger mit den Kängurus und Wombats verwandt. „Die Geschichte dieses einzigartigen Tiers gehört allerdings zu den traurigsten in der gesamten Zoologie: Aufgrund der aggressiven Bejagung durch weiße Siedler wurde der Beutelwolf im frühen 20. Jahrhundert wahrscheinlich ausgerottet“ (David Bainbridge). Abb. aus dem zwischen 1845 und 1863 publizierten, mehrbändigen Werk „The Mammals of Australia“ von John Gould.

MUSTER DER MODERNE: KIMONO-AUSSTELLUNG IM WIENER MAK

Große, farbkräftige abstrakte Muster mit oft geometrischen Formen prägen jene Kimonos, die derzeit im Wiener Museum für angewandte Kunst zu bewundern sind.

Ausstellungsansichten. Zentraler Raum MAK Design Lab © MAK/Stella Riessland
Ausstellungsansichten. Zentraler Raum MAK Design Lab © MAK/Stella Riessland

Populär wurde diese spezielle Form des typisch japanischen Kleidungsstückes in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die von internationalen Kunstströmungen wie Jugendstil, Art déco und Expressionismus inspirierten Designs ließen diese sogenannten Meisen (ausgesprochen: me-i sen)-Kimonos modern wirken. Außerdem war ihre Herstellung dank neuer Fabrikationstechniken wesentlich billiger als die der traditionellen schweren Seidenkimonos, die lediglich privilegierten Schichten vorbehalten waren. Die Meisen-Kimonos wurden damit zur erschwinglichen Alltagskleidung für die moderne japanische Frau.

Die Ausstellung „Muster der Moderne. Meisen-Kimonos aus der MAK Sammlung – Schenkung Friis“ ist bis 24.8.2025 im MAK zu sehen.

DER SPRINGENDE PUNKT

Man findet ihn in Reden und Debatten, in Meldungen und Erörterungen, überall dort, wo es um etwas besonders Wichtiges geht. „Der springende Punkt bei der Sache ist, dass …“, heißt es da oft. Aber warum springt der Punkt?

SPRACHLICHES

FÜCHSE: SCHEU UND SCHLAU

Foto: © Peter Trimming, Wikimedia Commons

DIE WÜRDIGUNG DES BISONS

„TRANSIT MAPS“

Eine erste Vorstellung von den Strukturen einer Stadt geben oft die Netzpläne des öffentlichen Nahverkehrs. Der britische Sachbuchautor Mark Ovenden ist ein Fan dieser „Transit Maps“, die – wie er in seinem neuesten Buch zeigt – auch beeindruckende Dokumente zu Stadt- und Verkehrsentwicklung und zur Designgeschichte sind.

Ausschnitt aus dem Buchcover
Anon.: Fool's Cap World Map. Royal Museums Greenwich. Public Domain
Anon.: Fool's Cap World Map. Royal Museums Greenwich. Public Domain

DIE WELT UNTER DER NARRENKAPPE

Es ist ein eigenartiges Bild: Ein Kopf mit Narrenkappe, dessen Gesicht eine Weltkarte bildet. Gefertigt wurde der Kupferstich um 1590 vermutlich in Antwerpen. Wer das Bild geschaffen hat, ist unklar – und auch, was damit ausgedrückt werden sollte.

DIE KERAMIKKÜNSTLERIN RENATE FUHRY

Glasierte Keramikarbeiten von Renate Fuhry, von links nach rechts: Teller, 2014 / Vase, 1988 / Teller/Schale, 2014. Alle im Besitz der Künstlerin, alle © Renate Fuhry
Glasierte Keramikarbeiten von Renate Fuhry, von links nach rechts: Teller, 2014 / Vase, 1988 / Teller/Schale, 2014. Alle im Besitz der Künstlerin, alle © Renate Fuhry

Mit einer rund 80 Exponate umfassenden Ausstellung würdigt das Wiener Museum für angewandte Kunst – MAK das Schaffen von Renate Fuhry. Geboren 1938 in Witten, Deutschland, lebt Fuhry seit 1960 in Wien, unterrichtete hier lange Zeit  plastisches Gestalten an der Akademie der bildenden Künste und zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Keramikkünstlerinnen. Alle ihre Werke haben Gebrauchscharakter, wobei vor allem die Gestaltung von Vasen ein zentrales Element in ihrem Œuvre ist. Zu sehen sind in der Ausstellung sowohl frühe Arbeiten aus den 1960er Jahren, als Fuhry bereits in Ausstellungen des MAK präsent war, als auch Objekte aus dem Spätwerk, wie etwa Schalen und Teller in Glasurmalerei mit Naturmotiven.
Die Ausstellung „Sammeln im Fokus. Renate Fuhry“ ist bis 11. Mai 2025 im MAK zu sehen.

KAFFEE UND TEE: ERSATZMITTEL, SURROGATE, SUBSTITUTE

Immer wieder wird bei entsprechenden Problem- oder Notlagen nach Ersatzstoffen gesucht. So auch in Deutschland im späten 18. Jahrhundert. Da wurde in einem kleinen, 1798 in Hannover publizierten Büchlein ausführlich beschrieben, wie und wodurch Kaffee und Tee zu ersetzen wären.

Hans Lindenstaedt (1874-1928): Rex-Tee ist der beste. Deutschland, 1910
Hans Lindenstaedt (1874-1928): Rex-Tee ist der beste. Deutschland, 1910

TRUE COLORS: FARBE IN DER FOTOGRAFIE

Die Farbe kam auf verschiedenen Wegen in die Fotografie. Es begann im 19. Jahrhundert – und wie es von da an weiterging, das zeigt die Ausstellung „True Colors. Farbe in der Fotografie von 1849 bis 1955“ in der Wiener „Albertina modern“.

„FOUR POINTS OF THE COMPASS” – VON NORD UND OST, SÜD UND WEST

Es ist eine der am häufigsten reproduzierten Fotografien der Geschichte: Jene Aufnahme der Erde, die 1972 während des „Apollo 17“-Fluges zum Mond gemacht wurde. Und es ist ein Bild, das so manches über die vielfältigen Bedeutungen der Himmelsrichtungen aussagt.

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